Übergewicht erfolgreich ayurvedisch und naturheilkundlich behandeln

mit Auszügen aus dem Buch „Die zeitlose Ayurveda-Küche“
Wie unterscheidet sich die Ayurveda-Diät von anderen?

Der Begriff ‚Diät’ hat bei uns einen schlechten Beigeschmack. Er klingt nach Verzicht, Eintönigkeit, freudlosem Einheitsbrei und dem Fehlen jeglicher Abwechslung. In der Ayurvedaküche ist gerade das Gegenteil der Fall. Einschränkungen gibt es nur dort, wo unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden bedroht sind. Alle natürlichen Nahrungsmittel haben – in Maßen genossen – Heilqualitäten.

Ayurveda lehrt uns, welche Nahrungsmittel für welche Konstitution, bei welcher Stoffwechselaktivität zu welcher Tages- und Jahreszeit und bei welchen Krankheiten zu empfehlen sind. Lebensgewohnheiten, das Alter sowie äußere Bedingungen spielen dabei ebenfalls eine gewichtige Rolle.

Übergewicht – Hunger der Seele oder überflüssiger Ballast?

35% aller Westeuropäer leiden an Übergewicht. In Deutschland sind davon durchschnittlich jedes 3. Schulkind und jeder 5. Erwachsene betroffen. Ganzheitlich gesehen liegen die Ursachen zu 80% in der Psyche, 20% sind Veranlagung, also konstitutionell erklärbar.

Geistiger Überdruss & finanzieller Überfluss haben körperliche Folgen

Wohlstand ist nicht auf ‚die Reichen’ beschränkt, genauso wenig wie Fettsucht auf die „Armen“. Jeder von uns, der denkt, er hätte Zeit und Geld zu verschwenden, lebt
im ‚Über-Fluss’. Das ist die Wurzel dieser Zivilisationskrankheit. Übergewicht, Diabetes und Gicht sind lediglich die Symptome dieser geistigen Haltung. Grenzenloser Konsum ist der Motor der Marktwirtschaft – Überfluss ihr ‚Abfallprodukt’

Dazu der Kommentar eines indischen Ayurvedaarztes:

„Langeweile, geistloses Entertainment, endloses Essen und übermäßiger Schlaf – all das zusammen mästet dich wie ein Schwein.“

Wer den Film ‚Das große Fressen’ sieht, findet dort im Detail alle Anleitungen zum Dick-, Krank- und Unglücklichwerden.

Essen als Ersatzbefriedigung – „Emotionales Essen“

Hiermit ist keineswegs das so genannte „Überessen“ gemeint. Viele Übergewichtige essen nicht mehr als Schlanke. Es ist das Essen als Trost bei Schmerz, Kummer, Trauer, Selbstmitleid, Verlust, Frust, Krankheit und zur Selbstbestätigung.
La Grande Illusione: Die Nahrung wird zum vermeintlichen Symbol von Geborgenheit & Liebe. Sie schenkt den Betroffenen scheinbar alles wonach sie sich sehnen. Doch auf diesem Wege rücken die ‚Objekte der Begierden’ in immer weitere Ferne. Die innere Leere/Unerfülltheit wird durch scheinbare Fülle/Erfülltheit kompensiert. Wer dabei leer ausgeht ist die unerfüllt bleibende Seele. Das verraten die Werbepsychologen natürlich nicht uns Konsumenten!

Die dominanteste der sechs Geschmacksrichtungen (Rasa genannt) ist süß. Sie vermag am schnellsten einen Zustand von Unterzuckerung, Nicht-Geerdet-Sein und Kopfleere auszugleichen. Deshalb entsteht bei emotionaler Unausgeglichenheit meist ein Heißhunger nach Süßem.

An den Spätfolgen von Überessen sterben in den USA jährlich über eine Million Menschen!
Ein talmudischer Tischspruch lautet: „Durch den Kochtopf sind weit mehr Menschen gestorben als durch den Hunger.“ – Überessen als Rachefeldzug gegen uns selbst.
So werden Depressionen, Selbsthass, Ekel, Ängste und narzistische Kränkungen in überflüssiger Nahrung erstickt. In diesem Stresszustand ist jegliche Nahrungsaufnahme blockiert wie in einer Kampf- oder Fluchtsituation. Was mit dem unverdauten Nahrungsangebot im Körper geschieht, können Sie sich denken: es wird zu Ama(unverdauter Nahrung, Stoffwechselschlacken)

Wir dürfen lernen, zwischen zweierlei Fettsucht zu unterscheiden

Die angeborene Fettsucht beginnt bereits in der pränatalen Prägungsphase durch die Verhaltens-, Gedankenmuster, die Ernährungsweise und Konstitution der Mutter. Der zweite Typus ist die erworbene Adipositas. Sie entsteht durch Unkenntnis bzw. Interesselosigkeit an der eigenen Konstitution und einer Lebens- und Essweise, welche eine Wertschätzung der eigenen Persönlichkeit in hohem Maße ignoriert.

Wer ist nach heutigen Berechnungen durch Übergewicht risikobehaftet?

Die moderne Statistik liegt in Sachen Gesundheit auch des öfteren voll daneben. Bereits in den 50er Jahren wollten Versicherungsstatistiker einer Lebensversicherung in den USA herausfinden, bei welchem Körpergewicht – je nach Größe – die Lebenserwartungen am höchsten liegen. Heutige Statistiken haben folgendes festgestellt:

Das Normalgewicht nach Broca errechnet sich aus Körpergröße in cm abzüglich 100.
Beispiel 1:
Ein Mann mit 1,70m Größe: 170 -100 = 70kg-10% = 63kg(Normalgewicht) Größte Lebenserwartung: 20 – 30% über dem Idealgewicht: 75,5 – 90kg
Beispiel 2:
Eine Frau mit 1,60m Größe: 160 -100 = 60kg-15% = 51kg(Normalgewicht) Größte Lebenserwartung: 20 – 30% über dem Idealgewicht: 61- 66kg

Was zählt mehr? Dem Leben Jahre oder den Jahren Leben hinzufügen?

Viele würden diese Ergebnisse aus eigener Erfahrung als nicht relevant ablehnen. Das Erreichen eines möglichst hohen Lebensalters ist ja lediglich ein von vielen Lebenszielen. Zahlen bilden nun mal nicht das ganze Leben ab. Sie können höchstens eine Groborientierung darstellen.
In Deutschland hatten schon in den 90er Jahren 60% der Bevölkerung dieses Idealgewicht überschritten. Nur 15% waren darunter.

Was ist Adipositas wirklich?

Das grundsätzliche Problem ist, dass die zunehmende Ausbreitung dieser ‚Wohlstandsseuche’ von medizinischer Seite nach wie vor nicht als Krankheit eingestuft wird. Adipositas wird immer noch angesehen als ein durch Essstörungen hervorgerufenes Gewichtsproblem, dem man/Frau mit eigener Willenskraft zu Leibe rücken soll. Dementsprechend werden übergewichtige Leidtragende oft mit einfachen, ja höhnischen, Ratschlägen abgespeist, ohne dass die zugrunde liegende Ursache annähernd erkannt wird. Stattdessen wird die Menopause hierzulande zur Krankheit erklärt – eine Lachnummer in asiatischen Ländern. Dort sind hormonhaltige Hülsenfrüchte (wie bei uns noch im Mittelalter) tägliches Nationalgericht!

Wann entsteht meist die erworbene Adipositas?

Es ist meist exakt am Übergang von der Pitta-Lebensphase zur Vata-Lebensphase. In anderen Worten in der prämenopausalen Phase bei der Frau bzw. der präandropausalen Phase beim Mann. Dies ist das Ende der Vorherrschaft von Pitta. Es kommt in dieser Zeit zu großen hormonellen Veränderungen im menschlichen Organismus.

In der Prämenopause – um das 50. Lebensjahr herum – erzeugen die Eierstöcke der Frau immer weniger Hormone, welche normalerweise durch Pitta gesteuert werden. Dies erzeugt eine Vielzahl von Symptomen. Unregelmäßige Perioden bei der Frau deuten auf ein Absinken des Östrogen- und Progesteronspiegels hin mit PMS, Regelschmerzen, verringerter Libido, Gewichtszunahme und auffälligen Konzentrationsstörungen.

Zu Beginn der Andropause sinkt bei Männern – je nach Konstitution – der Progesteron- bzw. Testosteronspiegel signifikant ab. Sie spüren meist einen Verlust an Vitalität, Libido und Lebensfreude begleitet von einer Gewichtszunahme im Bauchbereich. Deutliche Anzeichen für die beginnende Vorherrschaft von Vata mit seinen Abbau- und natürlichen Alterungsprozessen sind folgende Symptome während der Vata-Tageszeit(14 – 18 Uhr): Nachmittagsmüdigkeit bzw. Müdigkeit beim Autofahren sowie nach dem Essen. Zu diesen Tageszeiten steigt der Insulinspiegel an, der Blutzuckerspiegel fällt.

Der wahre „Feind“ Übergewichtiger ist nicht das Fett!

Insulin ist das einzige Hormon, welches Fett produziert, insbesondere im Bauchbereich. Es stellt Fett her, indem es Zucker, für den die Muskeln keine
Verwendung haben, in den Fettzellen einlagert. Ab da bewacht das Insulin förmlich die Fettzellen, um deren Abbau zu verhindern.

Kapha ist durch prähistorisch bedingte Hungerphasen genetisch auf ‚Wärmeisolation’ und ‚Überleben’ programmiert – eine wunderbare, natürliche Adaption
Gerade der Kapha-Typ ist genetisch auf Notzeiten programmiert.
Umgekehrt ist Fett die einzige Substanz, welche keine Insulinproduktion auslöst. Das ist der große Denkfehler der „Fettfrei-Manie“ bzw. aller Kohlenhydratlastigen „Light- Produkte“, die lediglich einen gigantisch wachsenden Markt durch die Lebensmittelindustrie bedient. Ein Light-Produkt muss, um diesen Namen tragen zu dürfen, den natürlichen Fettgehalt um mindestens 30% gegenüber dem Ausgangsprodukt reduziert haben. Fett ist ein natürlicher Geschmacksträger. Ein Light-Produkthersteller ist gezwungen, einen Geschmacksverstärker einzusetzen, meist Zucker oder synthetische Zuckeraustauschstoffe. Nur so schmecken und verkaufen sich die Produkte, welche in vielen Fällen versteckte Kalorienbomben sind. Light-Produkte sollten unbedingt mit den ‚normalen’ Ausgangsprodukten verglichen werden, da sie sich leider oft als Mogelpackung entpuppen. Der Süßstoff schädigt bei Dauergenuss die Geschmacksnerven und erhöht das Verlangen nach Süßem. Natürliche Süßmittel können später diesen Heißhunger auf Süßes aber nicht mehr befriedigen. Ein Teufelskreis beginnt…
Seit Einführung dieser Produkte ist es in den USA und mittlerweile auch in Europa zu einer förmlichen XXL-Mutation in unserer Gesellschaft gekommen. Popcorn, Salzgebäck, Pommes frites, Fastfood (und natürlich jede Menge weißes Weizenbrot)ww erzeugen zusammen mit Geschmacksverstärkern mehr Insulin als Süßigkeiten!
Die längste Herzstudie der Welt, die Framingham-Heart-Studie(hoffentlich nicht von der Fleisch-Lobby gesponsert), bestätigte, dass Männer, welche die meisten gesättigten Fette(Butter, Ei, Milchprodukte, sogar Fleisch etc.) zu sich nahmen, das geringste Gewicht, die niedrigsten Cholesterinwerte und damit das geringste Risiko für Herzerkrankungen hatten. Fett ist also nicht der Feind! Es ist das Insulin. Den Insulinspiegel senken, um Fett abzubauen ist bei der Kapha-dominanten Adipositas der Schlüssel.

Auch proteinlastige Diäten sind ein Schuss in den Ofen unseres Stoffwechselfeuers!
Der menschliche Körper kann kein Protein speichern. Jeder Proteinüberschuss wird entweder ausgeschieden, führt zu Fäulnisprozessen im Darm oder wird in Zucker umgewandelt und als Fett in den Fettdepots eingelagert.

Warum ist Sport allein nicht Mord aber doch vergebene Liebesmühe für viele Übergewichtige?
Wenn Sie nur 500g Fett abnehmen wollen, müssen Sie 3500 Kalorien verbrennen. Das bedeutet, Sie müssen weiter laufen als ein klassischer Marathon geht: 50km.
Auf dem Laufband stehen Sie dann gute 7 Stunden! Es gibt Menschen, die mit weniger als 1000 Kalorien pro Tag auskamen und 4 Stunden täglich trainierten und kein einziges Gramm abnahmen. Das ist Frust pur! Man kann nicht hungern und dabei langfristig abnehmen!

Mit Kalorien-Diäten, Sport & Fettreduktion lässt sich dauerhaft kein Gewicht reduzieren. Was ist dann das Geheimnis?
Es dreht sich alles um den Machtbereich von Pitta – den Stoffwechsel.
Die Kunst besteht darin, das Fett verbrennende Stoffwechselfeuer der Leber(Bhuta Agni) anzuregen anstatt das Kohlenhydrat verbrennende Agni des Pankreas(Kloma Agni). Wie geschieht das? Man muss dem Körper die Kohlenhydrate entziehen aus denen er am meisten Zucker herstellt welche wiederum am stärksten die Insulinproduktion ankurbeln. Etwa drei Tage, nach Abstinenz von Zucker bzw. Kohlenhydraten, fängt die Leber an, auf Fettverbrennung umzustellen. Der Körper braucht diese Zeit, um die Glykogenspeicher(zuckerhaltige Energievorräte) in den Muskeln zu verbrennen. Danach ist der Körper gezwungen, Fett zu verbrennen. Ab diesem Zeitpunkt unterstützt jeder kleine Spaziergang die Fettverbrennung. Abhängig vom Ausgangsgewicht lassen sich so 4–6 Kilo Fett pro Monat abspecken. Auch im Falle der Fettverbrennung ist immer der jeweilige Konstitutionstyp und das vorherrschende Stoffwechselfeuer (= Agni) zu berücksichtigen.

Zehn ‚todsichere’ Anleitungen zum Dickwerden
  1. Frühstücken Sie ausgiebig, besonders Weizenbrötchen, Käse, Quark, Ei, Speck, Schinken, Wurst, Milchkaffee und Müsli mit Joghurt & Früchten
  2. Lassen Sie so häufig wie möglich eine Mahlzeit aus und ‚snacken’ dafür lieber schön über den ganzen Tag verteilt, besonders Nüsse, Käsebrote, Bonbons, Schokolade & Co.
  3. Trinken Sie möglichst viel und zwar direkt nach den Mahlzeiten, besonders Softdrinks, kaltes Wasser, kalte Milch und viel Kaffee!
  4. Überessen Sie sich häufig bis der Magen schön prall ist und Sie sehr müde zu werden beginnen!
  5. Legen Sie Ihre Hauptmahlzeit auf den späten Abend, am besten gleich vor dem Fernseher! Zu bevorzugen sind hier ausgedehnte fleisch- bzw. fischlastige Gänge, Eierspeisen, große Käseplatten und reichlich Salate. Besonders das Billigfleisch aus Supermärkten enthält oft Dickmacher wie Masthilfsmittel, künstliche Hormone, Antibiotika, Penicillin und Beruhigungsmittel.
  6. Abends nach 20 Uhr sind Salzgebäck, Chips, Schokolade und Kekse eine verdiente „Abrundung“ des Tages nach dem Motto: ‚Man gönnt sich ja sonst nichts‘.
  7. Stellen Sie sicher, dass Sie jeden Abend ein oder auch drei Gläser Wein und Bier genießen!
  8. Gehen Sie so oft wie möglich in Restaurants essen! Auch mittags ist eine Kantine oder ein Schnellimbiss eine willkommene Abwechslung!
  9. Sorgen Sie nach den Hauptmahlzeiten immer für ein schönes Dessert und trinken Sie reichlich dazu!
  10. Bewegen Sie sich so wenig wie möglich und schlafen Sie so viel und lange wie möglich! Schauen Sie, dass Sie möglichst tagsüber, besonders nach dem Mittagessen ein langes Nickerchen halten!
MERKE

Wenn es Ihnen schwer fällt, von all diesen schlechten Gewohnheiten aus eigener Kraft abzulassen, sollten Sie zunächst Ihren Hormonspiegel(insbes. Steroid- und Schilddrüsenhormone) überprüfen lassen, eine ganzheitliche Ernährungsberatung in Anspruch nehmen und eine Pancha Karma-Kur oder medizinisch begleitete Fastenkur machen.

Empfehlenswert: Fasten + Wandern bzw. typgemäße Monodiäten

Die 10 versteckten, modernen Dickmacher
  1. Light-Produkte, wie bereits oben erwähnt
  2. Fruktose aus Obst als vermeintlicher Ersatz für die gemeine Saccharose. Jeder Zucker enthält pro Gramm vier Kilokalorien. Regelmäßiger Konsum von Softdrinks hält das Hungergefühl stabil. Wer über den großen Teich blickt, kann dort diesbezüglich anschauliche Lebendstudien betreiben
  3. Glutamat als Geschmacksverstärker macht nachgewiesenermaßen hungrig & fett zugleich: Es erhöht den Insulinspiegel und blockiert die Ausschüttung des Hypophysenhormons Somatotropin welches normalerweise die Fettverbrennung anregt. Geschmacksverstärker fördern die Insulinausschüttung, noch bevor die Nahrung im Blut angekommen ist! Glutamat ist versteckt in Hefeextrakten, Fertigsuppen und –saucen sowie in Kräutersalz und Chips.
  4. Süßstoffe gaukeln unserem Gehirn vor, dass es mit energiereichem Zucker versorgt werde. Kommt der Schwindel zwangsläufig heraus, verlangt unsere zentrale Denkstation unweigerlich nach mehr Süßem. Die Folgen kennt man/Frau…
  5. Gemüse ohne natürliche Bitterstoffe: Viele toxische Stoffe sind bitter; auch grüne Gemüse. Bitterstoffe signalisieren unserem Gehirn „Gefahr im Verzug“. Das Gehirn drosselt folglich die Nahrungszufuhr, um die verzehrten Speisen möglichst schnell durch den Magen-Darm-Trakt zu schleusen. So können die vermeintlichen „Giftstoffe“ schneller unschädlich gemacht werden. Wenn nun die Gemüsezüchter die Bitterstoffe herauszüchten oder die Nahrungsmittelindustrie diese mit Tonnen an Zucker & Süßstoffen übertüncht, wird unser natürliches Sättigungsgefühl ausgetrickst.
  6. Die Weichmacher: Über Verpackungen wie Tüten, Folien, Kronkorken, Schraubdeckel und Plastikbehälter werden die Weichmacher(sog. ‚Phthalate’) durch Fettstoffe herausgelöst. Jedes 5. Lebensmittel enthält mehr Phthalate, als vom Bundesinstitut für Risikobewertung erlaubt ist. Rückstände dieser Weichmacher lassen sich bei nahezu jedem Erwachsenen im Urin nachweisen. Phthalate wirken ähnlich wie Hormone. Sie können dadurch den Stoffwechsel beeinflussen und somit langfristig auch Übergewicht verursachen. Deshalb: Weniger Verpackungswahn! Mehr frische Nahrungsmittel!
  7. Regelmäßig Fernsehen + Essen: Langzeitstudien in Australien & Neuseeland haben ergeben, dass regelmäßiges Fernsehen bei Kindern im Vorschulalter die Neigung zu Fettsucht vervielfacht. Weiterführende Langzeituntersuchungen bei denselben Kindern nach einigen Jahren haben dies bestätigt. Eine andere Studie ergab, dass Fernsehen, unabhängig vom Programm, beim Zuschauer einen sympatikotonen Zustand auslöst. Mit anderen Worten – wir werden versetzt in das archaische Programm von Flucht- bzw. Kampfbereitschaft: Erhöhte periphere Durchblutung der großen Muskelgruppen und verringerte Magen-Gallen-Pankreas-Sekretion. Das bedeutet, alles was wir in diesem Zustand essen, wird nicht verdaut und folglich zu Stoffwechselschlacken, so genannten Autotoxinen(= Ama). Wenn man vergleichsweise längere Zeit auf einen ausgeschalteten Fernseher schaut, so funktioniert der Stoffwechsel ganz normal.
  8. Schnell essen, zu neudeutsch „Fast-Food“, russisch „Bistro“: Der Stammkunde bei MacDonald’s & Co. braucht zum Verzehr seiner 800- Kalorien-Mahlzeit so lang wie im Sprechzimmer seines Hausarztes: 3-5 Minuten. Kurze Mahlzeiten machen uns unempfindlich für das natürliche Sättigungsgefühl, welches sich erst 20 – 30 Minuten nach Beendigung der Mahlzeit einstellt. Die Signale werden quasi überholt. Deshalb kommen die 3 für 2 bzw. XXL-Portionen immer mehr in Mode. Bei schnell verzehrten Gerichten, die nicht bewusst(also durch Ablenkung) verspeist werden, produziert der Körper auch keine „Glückshormone“. Es bleibt ein Gefühl des Unbefriedigt-Seins zurück. Man nennt das auch unappetitlich „Fress- Alzheimer“.
    Empfehlung: unbedingt den Film „Supersize me“ auf YouTube ansehen!
  9. Kalorienzählen: Eine französische Langzeitstudie mit 800 Probanden bewies, dass verordnetes Kalorienzählen bei Übergewichtigen zum Gegenteil führt – zu kurzzeitigen Kalorienexzessen, quasi als Belohnung für die mühsame Askese.
  10. Die Magie der Markenprodukte: Wie stark das Unterbewusstsein bereits von Kindern manipuliert werden kann, zeigt eine kalifornische Studie mit 63 Kindern im Alter von 3-5 Jahren. Auf dem Speiseplan standen Hamburger, Chicken MacNuggets, Pommes, Milch und Babykarotten. Alle Produkte waren von MacDonald’s. Zur Wahl gab es die gleichen Produkte in neutralen Behältern und in Pappgeschirr mit dem typischen „M“. Die Kinder sollten von allen Behältern probieren und ihr Geschmacksurteil abgeben. Das Resultat war eindeutig: Die MacDonald’s-Produkte wurden eindeutig besser bewertet, im Fall von Pommes sogar 77%!
Die 4 Schlüssel zu erfolgreicher Gewichtsabnahme:
  1. Die Beseitigung der Hormonstörung (Schilddrüse/ Östrogendominanz/Hyperinsulinämie) ggf. durch human-identische Phytohormone unter ärztlicher Kontrolle(vorher Hormonstatus durch Bluttest ermitteln!). Dieser Punkt ist natürlich nur für eine Adipositas verbunden mit einer hormonellen Entgleisung von Bedeutung. Bei stark Übergewichtigen, die bereits alles ausprobiert haben, ist sicherlich eine Untersuchung des Hormonspiegels ein viel versprechender Ansatz.
  2. Das Weglassen von lipogenen(Fett erzeugenden) Medikamenten, die eine Gewichtszunahme verursachen: Antidepressiva, Betablocker, synthetische Östrogene, Diuretika, Entzündungshemmer(Cortison), Statine. Im Falle einer langjährigen Medikation ist dringend eine Pancha Karma-Kur anzuraten!
  3. Ein grundlegendes Wissen über die eigene Konstitution, die Nahrungsenergetik sowie die Einhaltung der Essregeln, der typgemäßen Diät mit stark eingeschränkter Kohlenhydratzufuhr. Eine typgemäße Monodiät oder medizinisch begleitete Fastenkur kann schlussendlich eine Zäsur im anabolen Stoffwechselgeschehen darstellen. Eine tägliche Gesundheitsroutine mit angepasstem Körpertraining sorgt zusätzlich für ein positives Körpergefühl und eine ausgeglichene Psyche. Und nicht vergessen: Bringen Sie Ihre Beziehungen in Ordnung!
  4. Lassen Sie glutenreiche Getreide weg! Besonders betrifft das den genmanipulierten Weizen, aber auch den Dinke, der einen hohen Klebereiweiß-Anteil hat. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihr Übergewicht nicht durch eine Glutensensitivität oder gar -intoleranz(sog. ‚Zöliakie‘) verursacht wurde, verzichten Sie für einen Monat konsequent auf alle glutenhaltigen Produkte. Wenn Sie dabei drastisch abnehmen bzw. viele begleitende Beschwerden verschwinden, kennen Sie die Ursache Ihrer Misere!

Der ayurvedische Arzt Caraka stellte Ursachen & Symptome von Überernährung vor ca. 2500 Jahren sehr treffend und zeitlos dar:

„Jemand, der ölige(fettige), süße, schwere, schleimige Substanzen, frisches Getreide, frischen Wein, Fleisch von Sumpf- und Meerestieren, Milchprodukte, Milch (…) und Mehlspeisen im Übermaß zu sich nimmt und sich zur gleichen Zeit wenig bewegt und am Tage schläft, leidet unter Krankheiten, die durch Übersättigung verursacht werden wie z.B. Diabetes, diabetische Beulen, Juckreiz, Hautausschläge, Mattigkeit, Körperschwere, Störungen der Sinnesorgane und der srotas(Körperkanäle, Anm. d. V.), Müdigkeit, Schwellungen etc.“
CS, Sutrasthanam, 7.4.1.

Für die Beseitigung dieser Störungen empfiehlt Charaka Jahrtausende alte Methoden welche sich bis heute bewährt haben

Sie sind in unserem Therapiezentrum an der Tagesordnung:
Vamana (Emesis/therapeutisches Erbrechen)

Virechana (Purgieren/Abführtherapie)
Nasya Karma (Entfernen von toxischem Schleim aus Rachen/Nebenhöhlen)
Rakta Moksha (Aderlass)
Vyayama (körperliche Übungen)
Langhana (Diätfasten)
Dhumapana (Rauchen von arzneilichen Substanzen)
Svedana (Schwitztherapie) und Raue, faserreiche Nahrung

Im TRIGUNA Kurzentrum ist seit fast 30 Jahren der traditionelle Ayurveda Schwerpunkt mit den fünf Ausleitungsverfahren – genannt Pancha Karma-Therapie. In der Behandlung von Übergewicht bzw. des metabolischen Syndroms haben wir große Erfolge durch eine Kombination von Ayurveda als Basistherapie, TCM und klassischen Naturheilverfahren.

Die Komplexität der Gewichtsprobleme ist stark abhängig von der individuellen Konstitution

  1. MenschenmitchronischemÜbergewicht,Stoffwechsel-undhormonellen Entgleisungen haben meist eine dominante Kapha-Konstitution(weiches Bindegewebe, Ödemneigung, Herz-Lungenprobleme, Verschleimung).
  2. Der Kapha-Vata-Typ neigt zu großen Gewichtsschwankungen, emotionalem Essen, Candidamykosen, Kälteproblematik, Verstopfung, Krampfadern, Bronchialasthma.
  3. Der Kapha-Pitta-Typ hingegen hat mehr Probleme mit der Ansammlung schlechter Säfte in Magen(Azidose), Leber-Galle(intrahepatische Steinbildung), Blut z.B. bei Bluthochdruck(zu viel Säure bzw. „emotionale Hitze“ im Blut) sowie Heuschnupfen(der Kriegsschauplatz der Allergie gegen bestimmte Menschen verlagert sich auf die ‚harmlosere’ Pflanzenwelt).

All diesen Mischtypen ist eines gemein: Das dominante Wasser-Element. Dieses drosselt einerseits die Bewegungsabläufe (= Vata) im Organismus und führt zu Stagnationen. Andererseits löscht das Wasserelement das Stoffwechselfeuer (Agni), schwächt damit Verdauung und Hormonsystem(= Pitta) und verursacht Ama (unverdaute Stoffwechselabbauprodukte). Es kann auch zu Depressionen führen. Es handelt sich immer um ein Zuviel, einen Über-Fluss der Körpersäfte – ein typisches Kennzeichen unserer Gesellschaft.

Was sagen die 3000 Jahre alten Klassiker wie Charaka dazu?

„Therapie lässt sich dreifach unterteilen in spirituelle, rationale und psychologische Therapie. (…) Bei Störungen der doshas (die drei Regulationskräfte Vata, Pitta und Kapha) werden entsprechend der Störung drei Therapien verordnet:

  1. InnereReinigung(EinnahmevonHeildrogenunddurchDiät)
  2. ÄußereReinigung(Massagen,Dampfanwendungen,Pasten)
  3. ChirurgischeOperation:Einschneiden,Herausschneiden,Punktieren,Abkratzen(…)“
    CS, Sutrasthanam, Therapeutik 4.4.3., S. 99

Der jahreszeitliche Einfluss von Kapha, also die nass-kalte, bewölkte Jahreszeit, ist in Westeuropa die Zeit zwischen dem 1.2. und 1.6. jeden Jahres. Da Kapha bereits Anfang des Jahres ansteigt, hat man die besten Therapieerfolge ab Januar bis in den Mai hinein. Wir haben dafür seit 2008 ein individuell maßgeschneidertes therapeutisches Abnehm- Programm zusammengestellt.

Es beinhaltet folgende bewährte Therapieelemente:
zu Punkt 1) Arzneien und Speisen mit vorwiegend bitterem, herbem und scharfem Geschmack sowie erhitzender, nicht-schleimiger und leichter Verdauungswirkung. Beispiele sind schwarzer Pfeffer, Pippalpfeffer, Ingwer, Berberitze, Gersten- und Kohlsuppen, würzigen Reis-Mungbohnen-Eintöpfen und bitteren Gemüsen. Gefastet wird nur anfänglich zur Entschleimung des Magens. Dann sind 2-3 leichte, regelmäßige Mahlzeiten vorgesehen.

zu Punkt 2) Bewährt haben sich Trockenmassagen mit Seiden- oder Jutehandschuhen, russisch-tibetische Honigmassagen zur Entschlackung des Bindegewebes und Anregung der Head’schen Zonen am Rücken. Des Weiteren sind Aroma-Dampfbäder in der ayurvedischen Schwitzkabine beliebt. Sie regen die Entwässerung und Ausscheidung wasserlöslicher Schlacken an. Bei diesen Therapien macht man sich die rauen, leichten, harten, scharfen, heißen, spröden und austrocknenden Wirkungen auf Haut-, Bindegewebe und Lymphe zunutze.

 

zu Punkt 3) Chirurgische Eingriffe kommen natürlich nicht zur Anwendung. Bewährt haben sich eine Kombination aus Trockenschröpfen, Akupunktur der Abnehm- und Entwässerungspunkte, Ohrakupunktur der psycho-vegetativen Punkte sowie ferner das Baunscheidtieren zur Anregung des Immunsystems und der Ableitung schlechter Säfte über die Haut.

Ein weiterer integrativer Bestandteil der nachhaltigen Gewichtsabnahme ist die Leberreinigung nach Andreas Moritz

Die Befreiung der Leber und Gallenblase von Gallensteinen war in verschiedenen Völkern schon im Altertum ein wichtiges Reinigungsritual zur Vorbeugung & Gesunderhaltung.Sie benötigt 6 Tage Vorbereitung, gefolgt von 16 – 20 Stunden der eigentlichen Reinigung. Sie ist eine der billigsten und effektivsten Maßnahmen, um die Gesundheit wieder herzustellen. Nebenbei ist es eine beeindruckende Krebsprophylaxe, denn die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan! Es gibt keine Risiken, wenn man alle medizinischen Anweisungen befolgt.

Wodurch entstehen Gallensteine in der Leber und/oder Gallenblase?

Die von feinen Kanälchen durchzogene Leber stellt täglich etwa einen Liter Gallensaft her. Die durch einen Verbindungsgang mit der Leber verbundene Gallenblase ist hierfür der Vorratsbehälter. Sie entleert sich etwa 20 Minuten nachdem man Fette oder tierische Eiweiße zu sich genommen hat in den Dünndarm.
Der Gallensaft besteht neben der Verdauungsflüssigkeit v.a. aus Schlackenstoffen, die von der Leber aus dem Blut herausgefiltert wurden. Gallensteine sieht man nicht im Ultraschall, aber am erhöhten Cholesterin-Spiegel! Bei fast allen Menschen, sogar bei Kindern, sind die Gallenkanälchen zumindest teilweise durch Cholesterin-Ablagerungen verstopft. Sie bleiben im Röntgenbild unsichtbar und zeigen sich auch im Ultraschall erst, nachdem sie eine gewisse Größe erreicht haben und kalzifiziert sind. Dies geschieht vor allem, wenn große Klumpen für lange Zeit in der Gallenblase liegen bleiben. Während einer Leberreinigung werden sowohl die wachsweichen Verklumpungen als auch kalzifizierte Steine aus Gallenblase und Gallengängen herausgelöst und sukzessive eliminiert.

Warum kommt der Colonhydrotherapie eine so zentrale Rolle zu?

Vor der eigentlichen Leberreinigung bewirkt sie die Befreiung des Dickdarms von alten Kotablagerungen(Ama). Dies ist besonders wichtig, damit der Leber-Gallengries besser durch die Därme geschleust werden kann. Nach erfolgter Leberreinigung ist eine weitere Darmspülung absolute Pflichtübung. So mancher Patient wendete sich reumütig an uns mit klaren Symptomen einer Autointoxikation. Die intrahepatischen Steine sind kristallisierter Giftmüll, den die Leber zum Schutz der Organe und des Blutes unter Verschluss gehalten hat und einbunkert. (sog. ‚vergrößerte Leber‘)

Haarsträubende Verleumdungskampagnen gegen die Leberreinigung

Da diese Prozedur so einfach ist und dabei so verblüffende Erfolge gerade bei austherapierten Patienten zeitigt, gibt es leider zahllose Skeptiker unter der Ärzteschaft und der Pharmaindustrie welche durch gezielte Verleumdungskampagnen diese effektive Naturheilmethode zu diskreditieren versuchen. Der Leser findet reichlich Gegendarstellungen und zahllose Labortests im Internet welche belegen, dass es sich tatsächlich um Leber-Gallensteine handelt und nicht um mutmaßliches „verseiftes Olivenöl“.

Ganzheitliche Empfehlungen zum Gewichtsabbau

Die Frühstückszeit fällt in die träge Kapha-Zeit: 6.30-8 Uhr
Das Beste ist, das Frühstück mager ausfallen zu lassen. „Fast“ anstatt „Breakfast“!

  • Ingwerwasser, Kapha-Tee, grüne Tees mit etwas Honig
  • warmes Honigwasser mit Zitronensaft oder frisch gepresste Gemüsesäfte
  • Gerstenbrei/Suppe (bekömmlich leicht, entzieht dem Gewebe Wasser)
  • Sojamilch mit und Gewürzen, einmal aufgekocht, trinken(mit Kardamom, Ingwer, Safran, Galgantwurzel)
  • Wenig Obst (leicht und eher herb-fruchtig, leicht sauer): Ananas, Apfel, Birne, Aprikose, Trauben, Quitte, Papaya, Beerenobst
  • Reiswaffeln oder Roggen-Knäcke- oder Toastbrot (wenig, leicht)

Hauptmahlzeit ist die feurige Pitta-Zeit: 11-13:00 Uhr
Tierisches Eiweiß und Kohlenhydrate trennen!

  • Rohkost, Salate, gedünstete Gemüse, Gewürztees: Chili wirkt wie Schokolade!

Scharfes baut Fett ab

  • Schöne scharfe Gewürze, Chutneys, Pickles oder scharfe Soßen
  • Dal und Gemüsesuppen mit Ingwer, Zwiebel & Knoblauch kochen
  • Immer mehrere Gemüsesorten verwenden mit Curry, grünen Chilis
    Gemüse: Meerrettich, rote Paprika, Peperoni, rohe Zwiebel, Schalotten, Ingwer Alle Küchengewürze sowie (Meer-)Rettich, Radieschen, Petersilienwurzel Kräutertees: Yogitee mit Orangensaft, Pfefferminz-, Eukalyptus-, Kamillentee, Wegwarte, Schafgarbe.

Bitteres entschlackt und nimmt die Lust auf Süßes

Anstatt Dessert: wenig Kaffee(besser Malzkaffee), Chai, Jasmin- oder Grüntee Gemüse: Artischocke, Aubergine, Blattgemüse, Chicorée, Spinat, Mangold, Lauch, Bittermelone(Karelia), Sprossen, Bockshornklee(blätter)
Gewürze: Dill, Estragon, Kerbel, Rosmarin, Koriander, Kreuzkümmel

Kräutertees: Wermut, Zitronengras, Eisenkraut, Löwenzahn-, Enzianwurzel

Herbes reduziert Wasser, Fett & Hungergefühle

Gemüse: Blumenkohl, grüne Bohnen, Broccoli, Fenchelgemüse, alle Hülsenfrüchte, Staudensellerie, alle Kohlsorten, Okra, grüne Paprika
Tees: Malve, Hagebutte, schwarzer und grüner Tee, Matetee, Himbeer-, Brombeer- und Erdbeerblätteraufguss

Obst: Äpfel, Birnen, Beerenobst, Quitten, Schlehen
Gewürze: Borretsch, Fenchelsamen, Curcuma, Salbei, Wacholderbeeren

MERKE

Süßes baut Gewebe auf, macht Lust auf mehr
Saures facht den Appetit an
Salziges macht hungrig & süchtig nach mehr und lagert Wasser ein

Kritische Vata-Zeit: 14-18 Uhr:
Stress meiden, Bewegung, frische Luft, Vata-Tee; keine Snacks außer 1 Glas warmes Honigwasser mit Zitrone oder Apfelessig!

Abendessen zur Kapha-Zeit: 17:00 – 19:00 Uhr:

  • Leichte Backofengemüse mit vorgekochten Kartoffeln und Wurzelgemüsen, Kräutern, Gewürzen, Olivenöl und etwas Reibkäse
  • Bittere Blattgemüse (Chicoré, Radicchio, Spinat, Mangold, Löwenzahn) dünsten bzw. blanchieren
  • Kartoffel-Blumenkohl-Subjee
  • Hirse-Gemüse-Aufläufe, italienische Polenta-Grieskuchen, Gerstenrisotto
  • Maximal 2 Scheiben Roggenbrot getoastet mit veganem Aufstrich

Später Abend/Nacht: Kapha-Krisenzeit: 20:00 – 22.00 Uhr:

  • Aromatherapie (Grapefruit, Zypresse, Ylang Ylang, Rose, Sandelholz können das Gehirn anregen bzw. harmonisieren
  • Spaziergänge wirken Wunder
  • MassagenBei Heißhunger:
  • Lauwarme, fettarme Milch oder besser Sojamilch mit Honig, Curcuma, Kardamom, Muskat
  • Regelmäßig vor dem Schlafen 1 EL Flohsamen in Sojamilch oder Wasser einnehmen

Hilfreiche Kräuter/Gewürze:

Trikatu: 1 TEL morgens nüchtern mit Honig
Des weiteren: Bockshornkleepulver, Hing, Senfsamen, Knoblauch, Zimt

Letzte Gedanken & Faustregeln zur Gewichtsabnahme

Der menschliche Organismus muss ernährt und mit Wasser versorgt werden. Nur so verbrennt er Fett!

  1. Erste Bedingung: Keine Mahlzeiten auslassen! Unser Herz schlägt, unser Gehirn braucht 24 Stunden am Tag Nahrung und Zigtausende biochemischer Reaktionen laufen täglich ab. Wenn wir das Frühstück auslassen, hat der Körper durchschnittlich 15 Stunden lang keine Nahrung erhalten. Er wird auf diesen Entzug in der Weise reagieren, dass er die nächsten 24 Stunden Fett speichert. Selbst bei geringem Hunger sollte man morgens eine Kleinigkeit zu sich nehmen, so z.B. Honigwasser!
  2. Zweite Bedingung: Das Trinken von ausreichend Wasser. Der menschliche Körper besteht zu über 70 % aus Wasser. Achten Sie stets auf die Färbung des Urins! Ist der Urin gelb, so ist das ein Indiz dafür, dass Sie dehydriert sind. Sie müssen täglich so viel Wasser trinken, bis der Urin farblos wird. Vor allem heißes Wasser gleich morgens nach dem Aufstehen und zum Abend hin stark reduzieren, damit die Nacht nicht gestört wird!
  3. Wenn der Körper Fett verbrennen soll ist Alkohol tabu. Alkohol ist zwar ein wichtiger Stoffwechselkatalysator. Er ist ein Brennstoff, der, ähnlich hoch wie Fett, verbrannt wird. Hat der Körper jedoch die Wahl zwischen Alkohol und Fett, so wird er immer zuerst den Alkohol verstoffwechseln.
  4. Bauen Sie Stress ab durch gezieltes Stressmanagement! In Bezug auf Stresssituationen unterscheiden wir Menschen von heute uns unwesentlich vom Steinzeitmenschen.
    Bei drohender Lebensgefahr gibt es auch bei uns einen Überlebensmechanismus. Wurde ein Höhlenmensch von einem Bären angegriffen, so produzierten die Nebennieren Cortisol. Dadurch stieg kurzzeitig der Blutzuckerspiegel an, um den Muskeln die benötigte Energie für Flucht oder Kampf bereit zu stellen. Zusätzlich wurde Adrenalin ausgeschüttet für wahlweise zusätzliche Energiereserven oder zur Anregung der Fettzellen, noch mehr Energie zur Verfügung zu stellen. Diese Mobilisierung von Energiereserven war jedoch beschränkt auf einen Zeitraum von nicht mehr als zehn Minuten.
    Heute ist Dauerstress leider ein alltägliches Phänomen. Cortisol könnte für solche Menschen, die obendrein an Übergewicht leiden, der Hauptfeind sein. Hier schüttet die Nebenniere permanent Cortisol aus. Dies erhöht auf Dauer den Blutzuckerspiegel was für noch mehr Fetteinlagerung sorgt.
    Achten Sie deshalb darauf, Ihren Geist durch Entspannungstechniken bzw. Meditation auszugleichen und auf körperlicher Ebene „Dampf abzulassen“!
Ein Tipp mit erfreulichen Folgen ..

Wenn Sie herausfinden wollen, ob Sie Fett verbrennen, gibt es in der Apotheke einen rezeptfreien „Ketostix“ zu kaufen. In der Endphase des Fettstoffwechsels produziert der Organismus so genannte Ketonkörper, die teilweise über die Nieren ausgeschieden werden. Verändern die Teststreifen ihre Farbe, so wissen Sie, dass Sie Fett verbrennen. Dieser Test kann auch helfen, den Diätplan ggf. zu modifizieren oder strenger einzuhalten. So können Sie langfristig die Menge an höherwertigen Kohlenhydraten auf das Minimum beschränken, was Ihr Muskelgewebe für ein störungsfreies Funktionieren benötigt.
Wir hoffen, dass für Sie einige verwertbare Informationen bezüglich der Gewichtsregulierung dabei waren. Wir stehen Ihnen gern mit Rat & Tat zur Seite!

Für weitere Infos & Beratungen kontaktieren Sie uns gerne unter:
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